Potsdamer Schlössernacht

Es ist August: Wenn von irgendwoher in der Stadt klassische Musik ertönt, Massen an Menschen in Richtung des Parks Sanssouci strömen und der Potsdamer Himmel im spätsommerlichen Abendlicht in Tausenden von Farben schimmert, dann kann es nur die Potsdamer Schlössernacht sein.

Vorweg sei gesagt: Bei mittlerweile annähernd 50 Euro pro Ticket sucht man ja schon intensiv nach Dingen, die diesen Preis irgendwie nicht rechtfertigen. Jedoch vermag man nicht viel zu finden. Die Potsdamer Schlössernacht wird einfach jedes Jahr besser und aufregender.

Auch in diesem Jahr war sie einfach eine einzige großartige Attraktion mit unzähligen klassischen und modernen Konzerten und Theaterstücken, schrägen Gauklern und Artisten, mit Musik an jeder Ecke, unter jedem Baum, am Fuße eines jeden Schlosses oder Pavillons. Und das für wirklich jeden Geschmack. Und um alle Attraktionen dieses besonderen Jahres-Events live zu erleben, ist ein Nachmittag nicht ausreichend. Vielmehr solltest du dir den ganzen Tag Zeit nehmen und genügend Pausen einlegen. Genügend Gelegenheit dazu bieten die zahlreichen Sitzgelegenheiten und Verweilmöglichkeiten im und um den Park sowieso. Und natürlich ist für das leibliche Wohl auch gesorgt: von der rustikalen und schlichten Bratwurst über zeitgenössische Speisen und Getränke aus der Zeit Friedrichs des Großen bis hin zur gehobenen modernen Gastronomie kann man sich echt durchprobieren und den ein oder anderen Euro auch über den Eintritt hinaus versenken.

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Aber Obacht: Wenn du im März erst Eintrittskarten – womöglich in mehrfacher Menge – erwerben möchtest, könntest du mitunter bereits zu spät sein. Die Schlössernacht ist über die Stadtgrenzen hinaus neben dem Stadtwerkefest im Juli die größte Attraktion des Potsdamer Kulturjahres. Wenn du jedoch an Karten gekommen bist, solltest du am Tag der Veranstaltung einen Weg finden, wie du ohne eigenen Pkw dorthin gelangst. Nur zwei Worte zu den Parkmöglichkeiten: No way! Ja, selbst mit dem Fahrrad könntest du mitunter Probleme bekommen, einen geeigneten Standort zu finden. Dies gilt leider für alle Parkeingänge rundherum. Bei guter individueller An- und Abreiseplanung sollte einem unvergesslichen Abend jedoch nichts im Wege stehen.

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Fazit

Als waschechter Potsdamer musst du mindestens einmal im Leben bei der Potsdamer Schlössernacht gewesen sein und die unglaubliche Atmosphäre an diesem geschichtsträchtigen Ort erlebt haben. Aber auch für Potsdam-Besucher sollte dieses Ereignis nahezu ganz oben auf der To-Do-Liste stehen.

Peter Pane

Eines sonnigen Sommersonntagnachmittags entschieden wir uns, das Peter Pane an der nagelneu geschaffenen Havelpromenade einmal mehr auf die kulinarische Probe zu stellen.

Bei dem schönen Wetter blieb uns freilich nix anderes, als draußen auf den zahlreichen Holzbänken Platz zu nehmen. Und obwohl diese dicht gestellt erscheinen, hat auch der beleibtere Gast ausreichend Platz, um längere Zeit bequem zu sitzen.

Sowohl draußen auf der Terrasse als auch drinnen ist es jetzt nicht klassisch gemütlich, aber man setzt sich gern hin. Schöne Atmosphäre! Besonders nettes Gimmick: Die ehemaligen schlanken Birkenstämme im Gastraum, die dem Vorgänger-Restaurant >> so viel Charme gaben, sind einfach mit dicken Bastseilen umwickelt wurden. Elegant gelöst!

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Wo ist das W-LAN?

Dass die umfangreichen und doch übersichtlichen Speisekarten stets schon auf den Tischen liegen, finden wir immer wieder gut. Wer keine Essensentscheidungsschwierigkeiten hat, kann seine Bestellung bereits bei der Begrüßung dem gastgebenden Service-Personal mitteilen.

Nach kurzer, konstruktiver Wartezeit trat ein Mitarbeiter freundlich lächelnd an unserem Tisch heran. Mit den sympathischen Worten „Mist, hab hier draußen gerade irgendwie kein W-LAN“ vermerkte er unsere Wünsche auf dem digitalen Notizzettel:

Wirklich gute Deals

Als bekennende Sparfüchse entschieden wir uns daher für das Mittagsmenü: Zahlt man zum jeweiligen Burger-Preis weitere 4,50 € dazu, erhält man neben Burger auch Pommes, ein Getränk und sogar Kaffee. Inklusive waren für uns somit eine riesige, verdammt leckere Holunder-Minz-Limonade mit etwas zu viel Eis und ein Kaffee für Nachher. Guter Deal, wie wir finden. Wenn schon denn schon, dachten wir uns, und bestellten unter anderem den größten Burger auf der Karte, den Doppelten Peter für 11,90 € im Mehrkornbrötchen – welcher mit doppelt Rindfleisch, Cheddar, Kartoffelchips(!) und einer Cheddar-Jalapeño-Creme belegt war.

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Was können die Burger geschmacklich?

Man weiß hier immer, worauf man sich einlässt. Sicher darf man nie die Geschmacksexplosionen wie z. B. bei Berliner Burger-Individualisten wie dem Burgermeister >> oder dem Berlinburger International >> erwarten. Alle Burger ähneln sich geschmacklich. Das kann man mögen oder auch nicht. Nur eins stört uns jedes Mal: Wenn das Burger-Brötchen vorher schon ein paar Stündchen gelegen hat und vor dem Servieren weder gegrillt, noch getoastet wird – zumindest wirkt es mitunter so -, ist es pappig. Das trübt einfach sowohl den optischen als auch den geschmacklichen Eindruck. Schade!

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Fazit?

Die Peter-Pane-Burger sind gut, aber nicht ausgezeichnet. Große Gourmet-Küche darf man nicht erwarten, aber den Anspruch hat diese sympathische Burger-Kette sicherlich auch nicht. Auf jeden Fall werdet ihr stets eine gute Zeit wir haben und euren Burger in jeder Art und Weise und mit nettem Service genießen können. Großes Minus ist allerdings jedes Mal die unfassbar lange Wartezeit beim Abkassieren. Das ist insbesondere dann nervig, wenn man sich von der Geschwindigkeit beim Bestellen und Servieren verwöhnt fühlt. Trotzdem: Dafür vermögen wir nicht zwei Sterne abzuziehen, obwohl wir es gern würden. Deshalb gibt es von uns 4 – nee 3,9 – von 5 Sternen.

Wir kommen sehr gerne wieder.

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Naschmarkt

Sie als sehenswerten Ort in Kreuzberg zu beschreiben, wäre eine glatte Untertreibung – die Markthalle Neun, die mittlerweile zu DER Institution in Kreuzberg avanciert und den wahrscheinlich bekanntesten Streetfood-Markt Berlins beherbergt. Nirgendwo sonst haben wir so gute vegane Burger, so leckeren Panir und so gutes karamellisiertes Walnusseis gegessen wie hier. Und zum Abschluss noch ein Ingwer-Shot!

Dass die Markthalle Neun auch noch mehr kann als Wochenmarkt und Streetfood, beweist sie mit ihren Naschmärkten, von denen wir einen im März einmal genauer unter die Lupe genommen haben. Bühne frei für den Naschmarkt „Frühlingserwachen“!

Naschmarkt im März in der Markthalle Neun

Es ist Mitte März – ein etwas unterkühlter Frühlingstag in Berlin und somit ideal geeignet für einen Besuch in der Markthalle Neun in der Eisenbahnstraße in Kreuzberg. Unweit der Spree, zwischen Görlitzer Bahnhof und Schlesischem Tor, ragt nun schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts das nicht ganz unhübsche Gebäude in den Berliner Stadthimmel. Und seit ihrer Sanierung und Wiedereröffnung im Jahr 2011 überrascht sie immer wieder mit kulinarischen Spezialitäten. So wie an diesem Sonntag.

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Die erste Überraschung – im negativen Sinne – erwartet uns am Eingang. Offensichtlich haben wir die Beschreibung des Events bei Facebook nicht genau studiert und überlesen, dass für den Naschmarkt drei Euro Eintritt fällig werden. Wie – für einen Markt Eintritt zahlen? Die Betreiber rechtfertigen den Preis mit dem angebotenen Programm. Nun gut!

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Im NaschLabor werden Verkostungen angeboten, bei denen man einige der Anbieter auf dem Naschmarkt hautnah kennenlernen darf und auch für Kinder ist ein buntes Programm geboten: Verziere dein Osterei. Wir interessieren uns allerdings mehr für die Stände, schlürfen durch die Gänge und nehmen das Angebot in Augenschein. Passend zum Thema Naschen werden allerlei süße Leckereien angeboten, zum Beispiel vom Atelier Cacao, das seinen Sitz in den Hackeschen Höfen hat (sehr leckere Schokolade!).

Naschmarkt - 09An einem anderen Stand gibt es Marmelade aus Brandenburg. Regionale Produkte reihen sich neben internationale Gerichte. Wir lassen unsere Blicke schweifen über spanische Tapas, türkische Baklava, vegane Donuts, kreative Marshmallows und Focaccia in den Geschmacksrichtungen von süß bis herzhaft. Bei den veganen Burgern bleiben wir hängen (ja, schmeckt tatsächlich und gibt es übrigens auch donnerstags beim Streetfood Markt), ebenso wie an einem italienischen Stand, der Cannoli anbietet. Sofort verlieben wir uns in das sizilianische Gebäck mit der köstlichen Zitronencremefüllung.

Eintritt und teure Preise verderben ein wenig den Spaß

Der Eintritt und die teuren Preise verderben uns allerdings ein wenig den Spaß – genauso wie die überfüllten Gänge zwischen den Marktständen. Gemütlich ist anders. Trotzdem genießen wir die kleinen Happen, die wir uns im Trubel gönnen.

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Insgesamt ist der Besuch des Naschmarkts aber eine recht kostspielige Aktion, wenn man tatsächlich das Angebot in seiner ganzen Fülle nutzen möchte. Schon für unser doch recht mickriges einzelnes Cannolo zahlen wir 1,50 Euro – was auf den ersten Blick und bei dem Geschmack nicht viel ist, aber es kommt so schon ein hübsches Sümmchen zusammen. Wer gezielt etwas Besonderes zu Essen probieren möchte oder mehr Budget mitbringt um sich durchzuschlemmen, ist hier sicherlich richtig. Wem allerdings ein großes Frühstücksbuffet in ruhigem Ambiente mehr zusagt, dem sei der Besuch einer klassischen Brunch-Location doch eher ans Herz gelegt.

Und wann heißt es wieder „Nascht“?

Die Markthalle Neun an sich hat quasi täglich geöffnet und bietet das ganze Jahr über verschiedenste Leckereien und gute Einkaufsmöglichkeiten – immer dienstags, freitags und samstags mit dem Wochenmarkt, montags bis samstags in der Kantine und donnerstags beim legendären Streetfood Thursday. Der nächste Naschmarkt findet allerdings erst wieder im Sommer statt, genauer gesagt am 5. Juni, bevor am 4. Dezember der Weihnachts-Naschmarkt Einzug in die Markthalle hält. Wer nicht so lange auf sein sonntägliches Frühstücksvergnügen in der Eisenbahnstraße warten will: Jeden dritten Sonntag im Monat gibt es außerdem einen Breakfast Market. Aber Vorsicht! Auch der ist nichts für kleine Geldbeutel.

Eure Sarah

Chi Keng

Am Potsdamer Luisenplatz tummelt sich ja eine Vielzahl recht akzeptabler internationaler Gastronomie wie das Wiener Café, Matador mit seinen hervorragenden Steaks oder der noch junge Italiener Assaggi. Diese Ansammlung ist aber auch kaum verwunderlich, wo der Luisenplatz in der touristischen Einflugschneise zwischen Brandenburger Straße und dem Parkeingang am Grünen Gitter liegen. Zu dieser illustren Runde gesellte sich vor einiger Zeit ein asiatisches Restaurant der gehobenen Klasse im sympathischen Industrie-Charme: Das Chi Keng.

Der Blick fällt beim Hineinkommen sofort auf die massiven Holztische und –bänke und danach auf die schöne offene Küche, hinter der man unzähligen Köchen – wir haben neulich tatsächlich 12 gezählt – bei der Zubereitung der dort geschmackvoll präsentierten Speisen zusehen kann. Ebenso zahlreich sind im Übrigen auch die Jungs und Mädels vom Service.

Apropos Service

… der gefällt uns absolut nicht am Chi Keng. Bei nahezu all unseren letzten Besuchen wurden wir vom oft lustlos wirkenden Personal doppelt gefragt, was wir bestellen wollen. Weiß eine Hand offenbar nicht, was die andere tut? Dennoch ist das nicht unbedingt ein Garant dafür, dass danach alles glatt läuft: So ist bei unserem letzten Besuch eine Vorspeise für zwei Personen schlicht untergegangen. Vielleicht haben sie erkannt, dass wir die große Hauptspeise sowieso nicht schaffen – dann muss man das natürlich als Pluspunkt werten.

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Und sagt doch mal selber, irgendwie ist es ungemütlich und verbreitet Unruhe, wenn im Vorbeigehen die Teller abgeräumt werden, wenn Tischnachbarn noch essen. Allerdings mag auch dies ja zum Konzept gehören.

Meisterstück Terilachs

Aber alles ist vergessen, wenn ihr nach gefühlten 2 Minuten euer Essen auf den riesigen Tellern bekommt. Egal, was ihr euch auf der Karte aussucht … es gibt nichts, über das wir hier wahrheitsgemäß lästern können. Vom edlen Sushi über das die gebratene Entenbrust bis zum frischesten Salat mit Hühnerbrust. All das findet seine Spitze im Meisterstück Terilachs. Auf den sprichwörtlichen Punkt gebraten ist er mit seinem gedünsteten Gemüse und leckerem Reis so unfassbar aromatisch, man schmeckt einfach die frischen Zutaten und Gewürze.

Fazit: Wenn ihr ein Restaurant sucht, um ein entspanntes ausgedehntes Abendessen mit Wein und stundenlangen Gesprächen zu genießen, solltet ihr euch nach Alternativen umschauen. Von denen gibt’s in der Innenstadt genug. Solltet ihr jedoch ‚auf die Schnelle‘ verdammt leckeres asiatisches Essen zu euch nehmen wollen … können wir euch nur empfehlen, Himmel & Hölle in Bewegung zu setzen, um einen der begehrten Plätze im Chi Keng am Luisenplatz zu ergattern. ‚Finest Asian Kitchen’ halt.

PS: Haben wir erwähnt, dass der Terilachs uns jedes Mal umhaut?

Die besten Restaurants Potsdams gibt’s hier >>

Tempelhofer Feld

Das Tempelhofer Feld ist ein Park auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens in den Stadtteilen Neukölln und Tempelhof. Mit 355 Hektar ist das Gelände der größte Stadtpark Berlins und bietet jede Menge Platz für Sportbegeisterte, Familien, Chiller und den Rest.

Auf der Start- und Landebahn können Besucher ausgiebig Sport treiben. Jogger, Radfahrer, Skater oder Kiter drehen hier vergnügt ihre Runden. Andere lassen sich auf einer Decke in der Wiese nieder und lassen sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Und wieder andere treffen sich mit Freunden zu ausgelassenen Grillpartys Achtung: Das Grillen ist nur an ausgeschilderten Bereichen erlaubt). Auch eine Minigolf-Anlagen und einen Gemeinschaftsgarten gibt es hier. Und für die Hundebesitzer unter euch gibt es auch genügend Platz und ihr dürft mit euren Lieblingen im dafür vorgesehenen Hundeauslaufgebiet herumtollen.

Ein ewiges Hin und Her

Wie könnte es anders sein, so war auch der Flughafen Tempelhof bei seiner Fertigstellung 1928 zu klein. So wurde er ab 1940 nur mehr von der Rüstungsindustrie benutzt und erst 1945, nach Ende des Zweiten Weltkrieges, durften wieder Flugzeuge starten. Als 1970 der Flughafen Tegel in Betrieb genommen wurde, schloss man Tempelhof für den zivilen Luftverkehr und eröffnete ihn erst 15 Jahre später erneut.

Und als dann der Bau des Großflughafens Berlin-Brandenburg International (BBI) bzw. BER beschlossen wurde – wer hätte denken können, dass die Fertigstellung sooo lange dauern würde -, wurde Tempelhof 2008 endgültig geschlossen und am 8. Mai 2010 als Erholungspark wieder eröffnet.

Am 25. Mai 2014 kam es zu einem (positiven) Volksentscheid nachdem die Bürgerinitiative „100% Tempelhofer Feld“ sich zum Ziel gemacht hat, die Freifläche vollständig für die Öffentlichkeit zu erhalten und die Bebauung zu stoppen.

Wann und wo?

Die Öffnungszeiten des Parks richten sich nach den Jahreszeiten bzw. nach dem Sonnenaufgang und –untergang. Demnach können Besucher zum Beispiel im Januar und Dezember von 07:30 bis 17:00 Uhr ihre Runden am Rollfeld drehen und im Juni und Juli sogar von 06:00 bis 22:30 Uhr.

Betreten werden kann das Feld von zehn Eingängen, sechs davon befinden sich an der Oderstraße im Osten des Feldes, jeweils einer ist am S- und U-Bahnhof Tempelhof, am U-Bahnhof Paradestraße, am Columbiadamm und an der Golßener Straße.

Titelbild:

von Soyyosoycocomiel (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Schwarzlicht-Minigolf

Minigolf-Anlagen kennt man vom Strandurlaub aus Kindertagen. Wie hat man sich geärgert, wenn der kleine, blöde Ball auch beim letzten Versuch nicht ins Loch gerollt ist. Vor Selbstzweifeln und Wutausbrüchen ist man hier zwar auch nicht gefeit, doch versprechen die einzigartigen 3D-Effekte und bunten Neonfarben in jedem Fall ein einmaliges Erlebnis für große und kleine Hobby-Golfer.

Ausflug in eine andere Welt

Das Spiel führt durch fünf Räume. Zuerst vorbei am Brandenburger Tor, dem Berliner Bär und der Siegessäule. Hier bietet es sich wirklich an die 1,50 Euro mehr für die 3D-Brillen zu zahlen. Kleiner Tipp von uns: Zur Not kauft ihr nur eine Brille und teilt sie euch. Nehmt euch Zeit mit der Brille ein wenig herumzulaufen und die knallbunten Blumen aus verschiedenen Perspektiven zu begutachten. Sie scheinen zum Greifen nah.

Nachdem die mutigen Spieler Berlin „hinter sich gelassen haben“, geht’s weiter durch fantastische Wüsten- und Mondlandschaften. Auch hier kommen die Planeten an der Wand noch besser mit der 3D-Brille zur Geltung.

Achtung: Der letzte Raum hat es wirklich in sich. Ruhig bleiben und nicht die Hoffnung verlieren. Es ist wirklich schwer zu glauben, dass hier jemand jemals alle Bahnen geschafft haben sollte.

Der Spaß für die ganze Familie befindet sich übrigens direkt im Görlitzer Park, im Untergeschoss des Cafés, in der Mitte der Grünanlage.

Jetzt auch in Reinickendorf

Eine neue und komplett behindertengerechte Schwarzlicht-Minigolf-Anlage gibt es jetzt auch oben in Reinickendorf, und zwar direkt in den Hallen am Borsigturm. Hier führen die 18 Bahnen von der Urzeit bis in die Unterwasserwelt.

Spaß rund um die Uhr

Die Anlage ist täglich für euch geöffnet: Wochentags ab 14 Uhr, am Wochenende schon ab 10 Uhr. Vergesst aber nicht zu reservieren, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Bis 22 Uhr – freitags und samstags sogar bis 24 Uhr – könnt ihr so oft spielen, wie ihr wollt. Pro Runde zahlt ihr 6,50 Euro (ermäßigt 5,50 Euro). Der letzte Einlass ist übrigens jeweils eine Stunde vor Schließung. Gutes Gelingen!

Viktoriapark

Ein Wasserfall mitten in der Stadt? Mit 24 Metern Höhe mitten in Kreuzberg? Ohne natürliche Quelle, aber mit einem Wasserumlauf von 13.000 Litern pro Minute?

Was sich zunächst ein wenig schräg anhört, ist schon seit geraumer Zeit Realität im Berliner Süden, der mit einer Nachbildung des Heynfalls aus dem Riesengebirge im Miniaturformat aufwartet und ganz schön Eindruck schindet. Der Wasserfall mit den kurvenreichen Pfaden und Brücken die ihn umschlingen, wirkt wie eine kleine Oase inmitten der Großstadt, die man beim Aufstieg auf den Kreuzberg bestens bewundern kann. Kein Wunder, dass der Viktoriapark bei Touristen wie Anwohnern gleichermaßen beliebt ist.

Mit seinen Dimensionen vermag der Park hingegen kaum zu protzen: Etwa 30 Meter ragt der Kreuzberg mit Denkmal in die Höhe, nur knapp 13 Hektar umfasst das gesamte Parkareal und die Trauben, die am Hang des Kreuzbergs angebaut werden, reichen gerade einmal für etwa 200 Flaschen Wein im Jahr. Trotzdem begeben wir uns auf den Weg nach oben.

Hoch hinauf zum Schinkel-Denkmal

Für einen bayerischen Bergliebhaber wird der Kreuzberg wohl kaum als echter Berg durchgehen, geschweige denn als Hügel. Trotzdem ist er die höchste natürliche Erhebung, welche die Berliner Innenstadt zu bieten hat. Wobei: ‚Natürlich‘ ist die Spitze nicht mehr wirklich. Dort überblickt nämlich seit knapp 200 Jahren ein an den Turm einer gotischen Kathedrale erinnerndes Nationaldenkmal für die Siege in den Befreiungskriegen gegen Napoleon die Weiten der Stadt – mit einem Kreuz auf seiner Spitze. Und ja, drei Mal dürft ihr raten woher der Kreuzberg seinen Namen hat… Schinkel würde sich sicherlich freuen. Der Park selbst wurde erst 1888 angelegt und der Gemahlin des damaligen Kaisers gewidmet – Kaiserin Viktoria, die im Übrigen die Tochter der legendären Queen Victoria war. Berlin hat einfach schon immer Prominenz angezogen.

Oben angekommen garantiert die Aussichtsplattform des Schinkeldenkmals einen weitläufigen Blick über Berlin. In nicht allzu großer Ferne erkennen wir den Fernsehturm, den Potsdamer Platz und die Domtürme am Gendarmenmarkt. Beeindruckend ist außerdem der Ausblick auf die Großbeerenstraße, die mit dem Wasserfall zu einer Linie verschmilzt und uns in die Ferne zieht.

Entspannen in der Klinkerstein-Villa

Der erfolgreiche Aufstieg auf den Kreuzberg will an einem heißen Sommertag natürlich auch belohnt werden. Am besten mit einem kühlen Getränk oder einem entspannten Cappuccino. Besonders gut geeignet ist dafür die Tomasa Villa Kreuzberg, die von der Kreuzbergstraße aus nördlich in den Park hinein ragt. Zugegeben, die Villa zählt bei Weitem nicht zu den günstigsten Möglichkeiten in Kreuzberg essen zu gehen (wer hätte bei dem Namen auch anderes erwartet). Aber wer immerhin ein Getränk in herrschaftlichem Ambiente genießen will, ist hier bestens aufgehoben. Während bei Regenwetter eine edle Inneneinrichtung und zwei Kamine locken, zieht es uns an diesem heißen Tag im Mai an einen der Tische im Außenbereich. Da der Innenhof bereits besetzt ist, nehmen wir im Laubengang Platz und genießen ein wenig Urlaubsflair.

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Wer sich übrigens gefragt hat, wie das Wasser auf den Kreuzberg kommt, bevor es ihn wieder herunter fällt: Dafür sorgen die Pumpen im Keller der Klunkersteinvilla.

Eure Sarah

Bürgerpark Pankow

An diesem sommerlichen Maisonntag verschlägt es uns in den tiefsten Norden der Stadt. Genauer gesagt nach Pankow, wo wir von der gleichnamigen S- und U-Bahnstation mit der M1 noch ein paar Stationen weiter fahren. Nur noch ein Wechsel der Straßenseite, dann sind wird da: Am Bürgerpark Pankow.

Lust auf eine Runde Wikingerschach?

Schon seit dem 19. Jahrhundert schlängelt sich der Park an der Panke entlang. Früher im Privatbesitz des Begründers der Berliner Börsenzeitung, wurde der Park 1907 mit dem Kauf durch die Gemeinde Pankow in eine öffentliche Grünanlage verwandelt. Obwohl der Park mit seinen gerade einmal 12 Hektar etwas mickrig anmutet, entdeckt der aufmerksame Besucher trotzdem einige Besonderheiten, die einen Besuch lohnenswert machen: Naturdenkmäler zum Beispiel, über 100 Jahre alten Baumbestand, einen Rosengarten der besonders im Sommer Gäste anzieht, Tiergehege mit Ziegen und eine Voliere mit Pfauen und Fasanen – neben einigen Kunstwerken und Denkmälern.

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Was uns ins Auge springt, sind allerdings eher die Menschen, die an diesem Nachmittag ausgiebig dem immer häufiger zu beobachtenden Berliner Trendsport nachgehen: Wikingerschach. Mit Holzklötzen werden andere Holzklötze abgeworfen, bis auf einer imaginären Spielfeldseite irgendwann keine Holzklötze mehr stehen – soweit die einfachen Grundzüge des Spiels. Gibt man noch ein paar Regeln hinzu und vermengt diese mit dem Wind der über den Park fegt und das Zielen nicht ganz so leicht macht, ergibt sich eine herausfordernde Mischung, für die der Bürgerpark Pankow mit seiner großen Wiese bestens geeignet ist. Letztere ist auch ein Anzugspunkt für alle jene, die den Nachmittag lieber für ein Sonnenband nutzen und sich anschließend im angrenzenden Biergarten eine Erfrischung genehmigen möchten. Zu guter Letzt ist auch für die Kleinen einiges geboten: Neben einem großen Spielplatz lädt der an den Park angrenzende Kinderbauernhof „Pinke Panke“ mit Eseln, Schweinen und allerlei Geflügel zum Entdecken ein.

Rittergefechte im Park nebenan

Wem die schön gestaltete Gartenanlage mitsamt Kunst- und Viehzeug zu viel Chichi ist und es lieber ursprünglicher mag, dem sei ein Besuch des anliegenden Volksparks Schönholzer Heide empfohlen. Der weitgehend naturbelassene, leicht hügelige und wesentlich baumhaltigere Park ist sogar so ursprünglich, dass gelegentlich mittelalterliche Ritter durch den Wald ziehen. Wie? Glaubt ihr nicht? Dann fragt am besten persönlich nach bei der Berliner Rittergilde die vierzehntägig im Volkspark für ihre Schaukämpfe trainiert. Dabei setzt die Truppe, wie wir erfahren haben, besonders auf Authentizität und regionalen Bezug. Nachgestellt wird eine fiktive Söldnertruppe aus dem Raum Berlin um das 14. Jahrhundert – mitsamt Speeren, Schwertern, Pfeil und Bogen, jeder Menge blauem Stoff und Rüstungen aus schwerem Metall – so orginialgetreu nachgebaut, dass diese schon einmal gut 40 Kilogramm wiegen kann. Hut ab!

Schon auf einer Ansichtskarte um das Jahr 1900 zu sehen ist im Übrigen das Eingangstor zum Bürgerpark, das sich mittlerweile als Wahrzeichen Pankows etabliert hat. Und auch wenn der Park keine so große Besonderheit darstellt, dass sich eine Fahrt durch die halbe Stadt dorthin lohnen würde – einmal den steinernen Bogen echt und in Farbe zu sehen, das hat schon was.

Eure Sarah

East Side Gallery

Die East Side Gallery ist der längste noch erhaltene Abschnitt der Berliner Mauer (1961-1989) und ist der Touri-Magnet Berlins schlecht hin. Die Freiluft-Galerie wurde 1990 eröffnet, nachdem 118 Künstler aus 21 Ländern die ehemalige triste, graue Ostseite der Mauer bemalt hatten. Die Bilder stellen verschiedenste Assoziationen mit den damaligen politischen Ereignissen dar.

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Seit 1991 steht das bunte Stück Mauer unter Denkmalschutz und lockt Jahr für Jahr Touristen aus der ganzen Welt an. Alle wollen sie ein Foto mit dem Trabi, der scheinbar die Mauer durchbricht. Oder ein identisches Bussi-Foto vor dem berühmten sozialistischen „Bruderkuss“ von Honecker und Breschnew.

Graffitis beschädigen die Mauer

Leider ist das Stück Mauer nicht gefeit vor Vandalismus und muss immer wieder saniert werden. 2009 wurden alle Malereien von den Künstlern selbst restauriert. Im November 2015 wurde sogar ein Zaun errichtet, um zu verhindern, dass die soeben entfernten Graffitis gleich wieder ihren Platz auf der Mauer finden. Denn viele Besucher verwechseln die bemalte Mauer mit einem Art Gästebuch. So sind überall Namen und Daten, eingekringelt mit einem Herzchen, zu lesen.

Entlang der Spree

Um die gesamte Länge von über 1,3 Kilometer zu besichtigen, steigt ihr am besten am Ostbahnhof aus und spaziert Richtung Oberbaumbrücke. Oder andersherum, dann fährt ihr bis zum S und U-Bahnhof Warschauer Straße. Nehmt euch Zeit, die verschiedenen Motive zu begutachten und vielleicht schafft ihr es ja sogar, einige Fotos ohne eine Horde Touristen darauf zu schießen.

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Ungefähr in der Mitte der Galerie, gegenüber der Mercedes-Benz-Arena (ehemalige O2-World), wurde ein relativ großes Stück entfernt und etwas versetzt dahinter wieder aufgestellt. So gibt es einen direkten Zugang zur Spree mit tollem Blick auf die schöne Oberbaumbrücke. Hier könnt ihr euch entspannt in die Wiese legen, die Atmosphäre genießen und manchmal auch Straßenmusikern lauschen.

Ach übrigens …

Betrieben wird dieses Stück Berliner, deutscher, weltweiter Geschichte übrigens von der Künstlerinitiative East Side Gallery e.V. 1996 gegründet, setzt sich dieser Verein von Anfang an für die dauerhafte Erhaltung und den Schutz der East Side Gallery ein. Jeder Künstler, der im Wendejahr ein Bild an die Mauer in der Mühlenstraße gemalt hatte, ist automatisch Mitglied dieses Vereins. Und der freut sich natürlich über jede große und kleine Spende zum Erhalt dieses Denkmals.