COA

An einem der belebtesten Plätze Europas, direkt an der S-Bahn-Station Potsdamer Platz befindet sich ein Restaurant, dass in Sachen Konzept Seinesgleichen in Berlin sucht. In unmittelbarer Reichweite zur neu entstandenen Mall of Berlin am nahen Leipziger Platz findest du hier den Anlaufpunkt, wenn du nach dem Shopping Appetit auf hervorragende asiatische Küche verspürst.

Im Erdgeschoss des turmhohen Beisheim-Centers und mit Nachbarn zum Beispiel in Form des noblen Ritz-Carlton oder der Pizza-Pasta-Kette Vapiano stößt du auf die Asian-Food-Experten vom COA. Cuisine of Asia – das spricht für Weltoffenheit, Experimentierfreudigkeit und Wissen um die Bedürfnisse internationaler Besucher.

Ob du im Sommer draußen sitzen magst, um den prominenten Trubel vor dem Ritz-Carlton zu beobachten, oder zu jeder Tages- und Nachtzeit drinnen essen willst, stets bekommst du ziemlich schnell ziemlich freie Plätze, da das Personal fit und schnell bei der Platzierung hungriger Neuankömmlinge ist. Auf den massiven Holzbänken und –tischen, an denen auch kleine Gruppen bequem Platz finden, kannst du durch eine offene Küche den Jungs und Mädels vom Team beim Zubereiten der Speisen zuschauen.

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Was sie am besten können

Natürlich solltet ihr euch auch von ihrer Kochkunst überzeugen. Empfehlen können wir zum Beispiel die Vorspeise Pho Bo, eine klare vietnamesische Suppe mit Reisnudeln, Rindfleischstückchen und Sojasprossen oder die leckeren Dim Sum, asiatische Teigtaschen im Bambuskörbchen und mit leckerem mit Dip. Im Rahmen der Hauptspeise kannst du neben der aktuellen Karte auch auf die zwei Lieblingsgerichte der Köche zurückgreifen. Diese sind alle zwei Monate im Special erhältlich und höllisch lecker. Geniales Konzept: Du bekommst auf Wunsch die Rezepte zum Nachkochen für zu Hause.

Das Essen wird in niedlichem, authentischem Porzellangeschirr serviert, auf dem alle Speisen und natürlich auch die Drinks nett angerichtet sind. Man macht sich Mühe. Schön! Und der Reis kommt trotz der schnelligen Bistroatmosphäre in einer eigenen Schüssel.

Fazit

Nun, der Service im COA am Potsdamer Platz könnte für unseren Geschmack mitunter etwas persönlicher sein, ist aber für diese Art von bistroartigen Restaurants nicht überdurchschnittlich schlecht.

Übrigens, das COA liefert auch: allerdings bislang nur in der Filiale in Frankfurt am Main. Was würden wir drum geben, wenn ihr das auch in Berlin umsetzen würdet, liebe Freunde vom COA.

Hanomag-Sightseeing

Also, spektakuläre Fahrzeuge, welche zu Sightseeing-Transportmitteln umgebaut werden, werden immer interessanter. Verrückte Autos immer mehr zu Eyecatchern und erfreuen sich zurecht absoluter Beliebtheit. Und genau so eine Art von crazy Fahrzeug könnt ihr nutzen, um wohl eine der abgefahrensten Touren Berlins mitzumachen.

Die größte Flotte von Hanomag AL 28 bevölkert nun schon seit einiger Zeit Berlin. Fun Fact hierbei: Es handelt sich dabei um Fahrzeuge des ehemaligen Bundesgrenzschutzes der 50er und 60er Jahre. Die alten Autos sind ein absoluter Hingucker nicht nur im Gelände, sondern eben auch auf den großen Hauptstraßen der Stadt. Zu jeder Jahreszeit bieten euch die Veranstalter hier sowohl überschaubare Schnuppertouren auf dem Ost-West-Verbinder, Routen entlang der ehemaligen Berliner Mauer oder gar kombinierte Familienpakete unter dem Motto „Abenteuer trifft Shopping“. Wofür auch immer – für jeden ist hier was dabei. Auch Highlight-Touren, Insider-Fahrten & Berliner-Schnauze-Touren erlebt ihr auch als Ur-Berliner unsere schöne Stadt mal von einer völlig anderen Seite fernab der regulären Sightseeing-Routen.
Hanomag Sightseeing

Und ihr kommt im Rahmen dieser sechsstündigen Kracher-Tour an verrückten Orten vorbei. So zum Beispiel erklimmt ihr bequem im Hanomag sitzend den Teufelsberg mit seiner ehemaligen Field Station, von wo ihr einen traumhaften Ausblick über Berlin und Potsdam habt. Oder ihr erlebt den menschenleeren ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof und genießt einen Blick über das Tempelhofer Feld – und das alles mit den unfassbar lustigen und treffenden Kommentaren seitens der Tourbegleiter. Und wenn ihr Berlin nicht nur passiv entdecken wollt, kann das Ganze auch mit aktiven Modulen wie Bogenschießen, Action-Painting, Hufeisenwerfen gekoppelt werden.

Fazit

Die ganze Hanomag-Geschichte ist unserer Meinung nach Abenteuer pur, ob offen unter praller Sonne oder geschlossen, wenn’s ’n bissl windiger ist. Aber Achtung: Rechnet in den spartanisch eingerichteten Fahrzeugen nicht mit allzu viel Luxus. Aber wer will das schon bei dieser Art von Stadtbesichtigung, die echt mal was anderes ist als die alltäglichen Hop-on-hopp-off-Touren?!

Burgeramt

von Gastautor Johannes Böge

Ich bin kein Restauranttester. Ich bin auch kein Food-Blogger. Über Essen weiß Ich nur eins: Entweder es schmeckt oder nicht. Seit ich jedoch das Burgeramt kenne, bin ich durchaus zu dem Schritt bereit, mich näher mit dem zu beschäftigen, was ich zu mir nehme. Nicht wegen der Ernährung, sondern wegen den gewaltigen Gechmacksexplosionen in meinem Mund, als ich zum ersten Mal in den Gorgonzola-Burger biss.

Ich dachte zuvor, dass ich mich bei Burgern auskenne und die Besonderheiten Berlins in Sachen dieser Fleischbrötchen kenne, gerade weil ich auch in der Nähe des Prenzlauer Bergs wohne. Mich haben die meisten dieser Burgerbuden soweit überzeugt, dass ich gegenüber den großen Fastfood-Ketten eine Abneigung entwickelt habe. Allerdings dachte ich bis dahin, dass man da nur in den Feinheiten Unterschiede festmachen kann. Fleisch ist halt Fleisch und darüber hinaus entscheidet die Größe der Pommes-Portion, für welche Bude man sich entscheidet.

Irren ist menschlich und ich bekenne: Ich habe mich geirrt!

Das Burgeramt ist nicht nur ein super Wortspiel, es ist auch super lecker hier. Um bei den Superlativen bleiben: Es ist das beste Gesamtpaket an Burgerladen, das mir bis jetzt untergekommen ist. Ich weiß, dass das alles nicht objektiv ist, diesen Anspruch kann ich nicht erfüllen. Wie gesagt, ich bin kein Food-Blogger. Ich wurde nur aus meiner Unwissenheit befreit.

Das Burgeramt sieht wie viele Läden der Berliner Hipster-Kultur eher wir eine Kneipe aus und ist vollgekleistert mit Stickern, Plakaten und Postern. Es ist vergleichsweise groß, sodass ihr sogar mit 10 Leuten vorbeikommen könnt, ohne getrennt sitzen zu müssen. Ihr solltet nur überlegen, wann ihr mit so vielen kommt. Ich empfehle, es eher in der Woche zu versuchen. An Wochenenden wird es schwierig. Da steht ihr gern mal 30 Minuten für einen Tisch. Zum Glück könnt ihr jedoch auch reservieren. Für den schnellen Burger to-go gibt es 20 Meter weiter einen zweiten Miniladen für die, die nicht so viel Zeit haben.

Kommen wir zum Wichtigsten: Die Auswahl an Burgern ist vergleichsweise üppig und teilweise ungewöhnlich. Klar gibt es die Klassiker, aber die sind im Vergleich zu den Specials eher Beiwerk und gehören halt dazu. Selbstverständlich ist hier sowohl der Burger einzeln und als Menü zu bekommen. Menü bedeutet jedoch nicht Pommes, die es normal und in der Süßkartoffelvariante gibt, und ein Getränk, sondern einen großen Haufen Pommes plus selbst gemachten Krautsalat mit Preiselbeeren und Walnüssen. Getränke muss man sich zusätzlich leisten, am besten das selbstgebraute „Wartebier“.

Wie gesagt: Es gibt viele gute Burgerbuden in Berlin. Das große Plus hier ist, dass alles, was im Rahmen des Machbaren liegt, selbst gemacht wird. Das bedeutet gleichzeitig, dass die ‚Burgeramtler‘ auch darauf achten, welche Zutaten sie verwenden. So wird in der hauseigenen Fleischerei nur Fleisch von Weiderindern verwendet. Gerade das mache ich mitverantwortlich für den Geschmack. Es handelt sich zwar immer noch um Rindfleisch, aber um verdammt gutes.

Fazit

Ich möchte jedem diese Burgerbude ans Herz legen, der Burger liebt und der die Berliner Hipster-Kultur kennen lernen will. In der Nähe des Ladens liegen solcherlei Geschäfte dicht an dicht und man entdeckt wahrscheinlich auch nach Jahren immer wieder Neues. Es ist eine Ecke in der mir meine Liebe zu Berlin immer wieder neu bewusst wird und ich merke, warum sie zu meiner Wahlheimat geworden ist.

NU

Freunde des guten Geschmacks und insbesondere der asiatischen Küche – wer das NU noch nicht kennt, wird hoffentlich nach diesem Artikel alles richtig machen und dort schnellstmöglich vorbeischauen.

Asiatische Restaurants sprießen in Berlin aus dem Boden wie Unkraut und so unterschiedlich sie sein mögen, so sehr ähneln sie sich eben doch. Wer aber asiatische Cross-Over/Fusion Kochkunst auf höchstem Niveau erleben möchte, ist hier goldrichtig.
Wenn man den stilvoll, modern eingerichteten Laden betritt, wird man mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit direkt am Eingang wärmstens in Empfang genommen und zu einem hoffentlich freien Tisch gebracht – da es hier eigentlich nie leer ist, ist es empfehlenswert vorab zu reservieren.

Neben den „anonymeren“, kleineren Tischen gibt es im Herzen des Geschehens große Tische, an denen 10 bis 12 Personen Platz finden. Konzept dahinter ist, Menschen zusammenzubringen. Und wo wäre das leichter als bei einem guten Essen? Alles in allem vermittelt das Konzept, untermalt durch gute Musik, eine angenehme, entspannte und lockere Atmosphäre, wo ihr definitiv Seinesgleichen antreffen werdet.

Die Auswahl der Speisekarte macht es einem wahrhaftig nicht leicht, sich festzulegen, da mit jeder Seite die Entscheidung schwieriger wird. Die Karte hält für alle Geschmäcker etwas bereit – von leichten frischen Vorspeisen, Suppen und Salaten über klassische Hauptgerichte und extravagante Kreationen oder Burger bis hin zu verführerischen Desserts ist alles dabei.  Zusätzlich gibt es wechselnde Empfehlungen der Küche, die es euch nicht gerade einfacher machen werden.

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Das aufgeweckte Serviceteam hat unseren Besuch durch die fortwährende Aufmerksamkeit gegenüber unseren Wünschen definitiv versüßt. Wir wurden hervorragend beraten und hatten sogar das Glück, uns direkt mit Küchenchef Max unterhalten zu dürfen, den wir repräsentativ für sein Team in höchsten Tönen loben können. Es war ein reines Geschmackserlebnis, welches durch die Frische und Kompositionen der Zutaten und Gewürze entstand und im Gedächtnis bleibt.

Wir möchten an dieser Stelle auch die Bar erwähnen: Hier werden nicht nur Klassiker angeboten, sondern auch eine vielfältige Auswahl hausgemachter Kreationen, den „nu drinks“. Sehr zu empfehlen!
Nun haben wir uns bei den letzten Besuchen schon gefühlt durch die ganze Karte gegessen, diesmal gab es aber vegetarische Frühlingsrollen, den Shanghai Burger mit Süßkartoffelpommes, Nuah pat pak (argentinisches Rumpsteak mit Ingwer-Limettenmarinade), Szechuan yang yu (gegrilltes Lammcarrée), Geng phet gai (krosse Hähnchenbrust in Curry-Kokosmilch) und einen Gruß aus der Küche mit einem Papayasalat und Laab ped (gebratene Entenbrust in pikanter Sauce).

Preislich liegt das NU eher in der gehobenen Kategorie – Preise, die ihr für dieses Angebot allerdings gerne bereit sein werdet zu zahlen.
Wir schwärmen jetzt noch von unserem Besuch und werden bestimmt bald wieder im NU aufschlagen. Aber zunächst seid ihr dran. Ab ins Nu in der Schlüterstraße, welches ihr im Übrigen nicht mit dem NUI verwechseln dürft, das nur einen Steinwurf vom NU entfernt ist.

DIKI Tours

Es ist unglaublich, was diese Stadt im Sommer an Freizeitmöglichkeiten zu bieten hat. Natürlich lassen  sich stets so Standardsachen wie Spazieren gehen oder Radfahren unternehmen. Man kann seine Freizeit jedoch auch weitaus exotischer verbringen. Zum Beispiel mit einer Floßtour mit DIKI Tours. Hier bekommt ihr einiges geboten. DIKI Tours vermietet nämlich Flöße für 8 oder 10 Personen, weshalb sie sich hervorragend für Geburtstage, Firmenausflüge oder eben für einen tollen Tag mit Freunden eignen.

Nach einer theoretischen Einweisung folgt eine kurze Übungsfahrt, sodass ihr entspannt und sicher fahren könnt. Ein Special-Bootsführerschein ist nicht nötig. Und Angst vor durchnässter Kleidung, sobald den engagierten Steuermann die sommerliche Husche erwischt, ist ebenso unbegründet, da sich bei den DIKI-Flößen im Gegensatz zu anderen Floßunternehmen in Potsdam und Berlin das Steuerrad in der Kabine befindet. Topp!

Die Flößen verfügen neben dieser Kabine übrigens über eine niedlicher Küchen-Nische nebst Kochgeschirr und über ein Vordeck mit Platz für einen im Inventar vorhandenen Camping-Tisch mit gemütlichen Stühlen. Kurzum: Es ist alles vorhanden, was ihr für den unvergesslichen Camping-Wasser-Kurzurlaub benötigt. Und ob ihr nur für ein paar Stunden die Havel rauf- und runterschippert oder eben eine mehrtägige Tour um die Insel Potsdam unternehmt: Alles kann, nix muss. Und ja, ihr könnt auf den Flößen übernachten, sofern ihr einen ruhigen Ankerplatz in irgendeiner kleinen Bucht findet. Esstisch, überraschend gemütliche Betten und sogar ein Camping-Klo sind vorhanden. Romantischer geht’s kaum.

Los geht die Reise von der Neustädter Havelbucht in der Nähe der Seerose. Auf dem Weg zu den südlichen Seen wie Templiner See oder Schwielowsee findet ihr unterwegs auch Locations wie MAGIX-Wakeboarding. Mit dem Floß angelegt, könnt ihr dort eine Erfrischung zu euch nehmen oder euch mit einem Burger für die Weiterfahrt stärken.

Und jetzt der Hammer: Solltet ihr selbst brutzeln wollen, könnt ihr auf dem Floß einen Grill anwerfen. Alle Utensilien können selbst mitgebracht oder dazu gebucht werden. Und wenn ihr euren Proviant nicht selbst fischen, jagen oder mitbringen wollt, könnt ihr auch Grillpakete vorbestellen.

Erlaubt es das Wetter, dann gehört ein Kopfsprung direkt vom Floß zum Pflicht-Programm. Wer sich im tiefen Wasser unwohl fühlt, kann sich mit einer Schwimmweste behelfen, die sich an Board befindet.

Es empfiehlt sich übrigens, lange im Voraus zu reservieren, da diese einzigartige Outdoor-Aktivität in Potsdam bereits im Frühjahr für den Sommer ausgebucht ist.

Käsecafé Guam

Ach, sagen wir doch einfach „Käsekuchen-Café“ – der Name ist hier im Café Guam in der Mittelstraße des Holländischen Viertels nämlich Programm. Man fragt sich darüber hinaus sowieso, wer sich den dann doch relativ unpassenden Namen „Guam“ für diese schöne Location ausgedacht hat. Aber Namen sind ja eh Schall und Rauch.

Jede Wette, ihr werdet beim Reinkommen euren Augen nicht trauen. So weit das Auge blickt, überall stehen die leckersten Käsekuchen herum und warten nur darauf, von euch probiert zu werden. Das kleine Guam ist urig und rustikal eingerichtet. Sofort ins Auge fallen der große Kachelofen, die Gemälde diverser Künstler an den Wänden und eben die riesige zentrale Theke mit den unzähligen Torten wie zum Beispiel Mandarine, Nougat, Schwarze Johannesbeere oder eben der klassische Käsekuchen.

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Die vom hauseigenen Konditor zubereiteten Käsetorten können entweder in der Café-Stube, draußen an der Straße mitten im Holländischen Viertel oder im gemütlichen Innenhof unter dem Nussbaum genossen werden. Aber natürlich werden die Käsekuchen-Leckereien auch außer Haus verkauft.

Timing ist echt alles

So wie alle Locations im Holländischen Viertel ist das Käsekuchen-Café Guam klein, familiär, ehrlich und darum etwas, das nicht nur die Abertausenden von Touristen auf ihrem Streifzug durch Potsdams historische Innenstadt erlebt haben müssen. Dieses Maß an Beliebtheit und Bekanntheit hat natürlich zur Folge, dass ihr entweder Geduld oder gutes Timing mitbringen müsst, um hier an Wochenendnachmittagen draußen oder drinnen einen Platz zu ergattern. Aber wie erwähnt lassen sich die Köstlichkeiten nett verpackt in individueller Papp-Box mitnehmen.

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Bar Fritz’n

Die Bar Fritz’n ist jetzt die BarGelb, die nun das SIAM ist. Oder doch andersherum? Genau wissen wir es ehrlich gesagt auch nicht, ist aber auch nicht schlimm. Auf jeden Fall passt diese Bar super dorthin, wo du sie jetzt aufsuchen kannst: auf der belebten Bar- und Kneipenmeile in der Dortustraße.

Unseres Erachtens ist die Bar Fritz‘n auch nach ihrem Umzug eine der schönsten Cocktailbars und Kneipen in Potsdam mit einer imposanten Bar im Eingangsbereich, an dessen wunderschön beleuchteter Rückwand Dutzende wenn nicht gar Hunderte edler Tropfen ihr kurzes Dasein fristen. Die Bar Fritz’n verfügt zudem trotz ihrer relativ kleinen Räumlichkeit über genügend Sitzplätze sowohl für Paare als auch für größere Gruppen. Die Inneneinrichtung wurde dabei mit viel Liebe zum stets passenden Detail konzipiert. Die so entstandene gediegene Atmosphäre sucht nicht zuletzt aufgrund des perfekt gedimmten Lichtes von den geschmackvollen Wandleuchten Ihresgleichen im kleinen Potsdam.

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Neben dieser gediegenen und gemütlichen Möblierung muss sich die Bar Fritz’n aber eben auch durch ihr äußerst reichhaltiges Angebot an einfachen alkoholischen, aber auch alkoholfreien Getränken bis zu exotischen Cocktails selbst im Vergleich mit Berliner Szene-Locations nicht verstecken. Sie werden von kompetentem Personal serviert, die echt Ahnung von ihrem Metier zu haben scheinen und dazu jede erdenkliche Zutat in allen Cocktails auf unsere mies gestellten und dilettantischen Testanfragen ‘runterbeten können. Kurzum: Sie scheinen ihr Handwerk nicht nur zu verstehen, sondern auch verdammt gern zu verrichten. Unser Drink-Favorit übrigens zumindest vom Namen: Le Gurk, ein Gin mit verdammt geschmacksintensivem Holunderblütensirup und – logo – einer Scheibe Gurke.

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Vom schlichten Gin Tonic, der zwar bei einem Preis von 6,50 Euro nicht gerade durch ein ausgeglichenes Preis-Leistungs-Verhältnis angenehm auffällt, diese kleine Scharte jedoch durch seinen Geschmack locker wett zu machen weiß, bis hin zu edlen Scotch und Irish Whiskeys jeweils zum Preis eines kleinen britischen Gebrauchtwagens wartet diese Bar mit allem auf, was auch die Kenner unter euch bislang erfahren durften.

Was uns stört

Also, die Musik ist ein wenig zu laut und passt irgendwie nicht so recht zu der ansonsten chilligen Lounge-Atmosphäre. Und … die Website könnte ein Update mit einer im Vorfeld zu betrachtenden Karte vertragen. Kommt aber sicher noch. Ansonsten echt schön hier. Aber aufgepasst, Freunde: „Wer fritz’n will, muss freundlich sein“.

Le’s cyclo

Also, so klein hätten wir uns dieses Restaurant gar nicht vorgestellt. Aber irgendwie passt es genau rein in diesen unscheinbaren westlichen Abschnitt der Gutenbergstraße. Der Teil,  in dem sonst weit und breit kein anderes Restaurant egal welcher Größe und Ausrichtung zu sehen ist.

Doch auf einer Linie mit hervorragenden Läden wie der Brasserie zu Gutenberg >> und der Creperie la Madeleine >> jeweils eine Straßenecke weiter in Richtung der trubeligen Friedrich-Ebert-Straße braucht sich das Le‘s cyclo in Sachen Qualität und Geschmack mitnichten hinter selbigen zu verstecken.

Ein Traum an lauen Sommerabenden

Der kleine Laden ist niedlich und sympathisch eingerichtet und verfügt über zwei separate Gasträume, von denen beide trotz ihrer relativ geringen Größe auch größere Gruppen aufzunehmen vermögen. Wir jedoch nahmen aufgrund des lauen Sommerabends draußen vorm Eingang Platz. Zur Einstimmung nahmen wir die Empfehlung des Hauses an: hausgemachte Limonade mit frisch gepresstem Limettensaft und einen Green Dragon, unglaublich frischer Smoothie aus Koriander, Karottengrün, Limetten und Ingwer. Beides in kreativen Gläsern serviert.

Und weil wir bei unserem Besuch die nicht allzu große, hübsch gestaltete Karte unbedingt durchprobieren wollten, ließen wir uns nach der Vorspeise in Form köstlicher Sommerrollen sowie Teigtaschen gefüllt mit Garnelen zwei Haupterichte bringen, die zu einer wahren Geschmacksexplosion in unseren mittlerweile arg verwöhnten Gaumen führte: Zum einen den köstlichen BANH BAO BURGER mit Rindfleisch, Mango-Coleslaw sowie gedämpften Bao-Brötchen.

Kein Bock auf asiatisch? Andere Restaurants hier >>

Dazu gab’s auf den Punkt frittierte Süßkartoffel-Pommes in stattlicher Menge. Traumhaft! Beim zweiten Gericht fiel unsere Wahl auf ein vietnamesisches Curry – den komplizierten Namen haben wir vergessen – mit Hühnerfleisch und duftendem Jasmin-Reis. Wenn man uns in Zukunft fragt – und wir werden verdammt oft gefragt – wo’s in Potsdam den abgefahrensten Burger gibt: Wir wissen, welcher Laden es da zumindest in unsere Top-3 schafft.

Wiederholungstäter?

Wir hoffen, dass sich das Le‘s cyclo so weit etablierten kann, dass zufriedene Stammkunden immer mal wieder ihren Weg in diesen wirklichen Geheimtipp unter der großen Reihe guter Restaurants in Potsdam finden. Uns selbst wird man in nächster Zeit garantiert immer mal wieder hier antreffen.

Ach so, der Service … Gastlichkeit pur! Noch Fragen?

Übrigens … das Le’s cyclo ist eins unserer Top-Asiaten in Berlin und Potsdam. Mehr erfahren >>


Fotogalerie:

Lokschuppen Pankow

von Gastautorin Sarah Mayr

Kaum etwas in Berlin ist so beständig wie der Wandel. Die stetige Veränderung ist der Motor der Stadt. All die Abrissbirnen und Baukräne, die Baustellen, Alt- und Neubauten, die schließenden Clubs und öffnenden Cafés, die Menschen die vor der Hektik der Stadt fliehen oder sich in ihre Lebendigkeit verlieben und bleiben – sie alle zeichnen das Bild einer Metropole, die niemals still zu stehen scheint.

Umso spannender sind also jene Flecken in Berlin, an denen die Zeit zumindest für einen Moment inne hält. Es sind die verlassenen Orte abseits der Mitte. Jene, die mal mehr, mal weniger leicht zugänglich sind und deren Besuch immer auch mit dem Reiz des Verbotenen verbunden ist. Zu jenen Orten zählt auch der alte Lokschuppen in Pankow.

Von der S-Bahn‐Station Pankow‐Heinersdorf aus gut zu sehen, reiht sich das 1893 erbaute Rundhaus nicht unbedingt in die Liste der schönsten Orte Berlins ein. Das Dach mit seinen zahlreichen Löchern wird diesem Namen kaum mehr gerecht. Auf dem Boden verteilt liegen Scherben, abgesplittertes Holz und Dreck. Und die aus dem Boden heraus stehenden Nägel und offenen Gruben, die wohl für Instandhaltungsarbeiten am Fahrwerk der Züge genutzt wurden, machen einen Ausflug an diesen verlassenen Ort nicht gerade zu einem ungefährlichen Unterfangen.

Der Zeuge einer Industrie früherer Zeit verfällt seit der Stilllegung Ende der 1990er Jahre zusehends. Von den einst sternförmig verlaufenden Abstellgleisen ist kaum noch etwas zu sehen und nur mit einiger Fantasie lässt sich die Drehscheibe in der Mitte des Gebäudes noch erahnen. Dabei zählt der Rundbau in Deutschland zu den letzten seiner Art. Neben der Ruine in Rummelsburg ist er der einzige und auch größte Rundlokschuppen, den es in der BRD derzeit noch gibt. Ein Rettungsversuch wurde bislang noch nicht unternommen. Daher zieren nicht nur Verfall und Zerstörung die Fassaden und Wände des Baus, sondern auch teilweise kunstvolle Graffitis.

Vielleicht also der ideale Ort für eine Party in Berlin? 1998 bewies der Lokschuppen, dass er auch zur Partylocation taugen würde, als die Fantastischen Vier bei einem Design-Wettbewerb der Deutschen Bahn auftraten. Ob der Rundlokschuppen aber tatsächlich in eine solche umfunktioniert, der Käufer des Grundstücks einen neuen Kiez auf dem Gelände an der S‐Bahn‐Station Pankow-Heinersdorf errichten oder das Bauwerk weiterhin ein kleiner Fels in der Brandung der Zeit bleiben wird, kann ich selbst nicht sagen. Wohl aber, dass ein Besuch des Geländes in jedem Fall lohnenswert ist.